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Bauen und Leben mit Lehm

 

Lehm ist der älteste Baustoff der Erde. Seit Menschen-

                           gedenken wird er beim Hausbau verwendet.

                           In vielen Kulturen gilt er auch heute noch als

                           erlesenes und kostbares Material. In

                           Deutschland erlebt der Lehmbau heute seine

                           Renaissance.

 

                      Lehm ist ein Gemisch aus Ton,

                      Schluff und Sand

 

                       Lehm ist ungefährlich,

                           denn er ist absolut geruchlos, völlig ungiftig

                           und bei direktem Hautkontakt nicht ätzend.

 

Lehm reguliert die Luftfeuchtigkeit,

das heißt: Lehm kann relativ schnell Luftfeuchtigkeit aufnehmen und diese bei Bedarf wieder abgeben. Dadurch reguliert er die Feuchtigkeit der Raumluft und trägt somit zu einem gesunden Raumklima bei. Messungen ergaben, das im Lehmhaus eine konstante relative Luftfeuchtigkeit von 45 bis 55 % herrscht. Das verhindert das Austrocknen der Schleimhäute und reduziert die Feinstaubbildung!

 

Lehm speichert Wärme,

weil er zu den schweren Baustoffen zählt. Lehmbauteile besitzen eine hohe Oberflächentemperatur, wodurch das Raumklima positiv beeinflusst wird. Durch die hohe Wärmerückstrahlung fühlen sie sich bei Raumlufttemperaturen von 19° C wohlig warm. Allerdings ist seine Wärmedämmwirkung eher mäßig. durch Zugabe poröser Stoffe wie Schilf, Stroh, Seegras oder Perlite verbessert sich jedoch die Dämmfähigkeit des Lehms.

 

Lehm ist recycelbar:

um ihn erneut verarbeiten zu können, wird ungebrannter, schon mehrfach genutzter Lehm einfach zerkleinert und mit Wasser angefeuchtet.

 

Lehm konserviert Holz:

Durch die geringe Gleichgewichtsfeuchte haben Lehmbauteile die Fähigkeit, Holz und andere organische Stoffe, die von Lehm umgeben sind, zu entfeuchten bzw. werden diese trocken gehalten. Verarbeitetes Holz hat einen Feuchtegehalt von etwa 12 %, Lehm nur etwa 0,4 bis 6 %. Feuchtigkeit aus dem Holz wird vom Lehm regelrecht angesogen, wodurch das Holz trocken bleibt, vor tierischen und pflanzlichem Befall geschützt und so konserviert wird.

 

Lehm bindet Schadstoffe:

Die Oberfläche der im Lehm enthaltenen Tonminerale absorbiert und bindet die in der Raumluft gelösten Schad- und Fremdstoffe.

 

Lehm ist gesund:

Lehmbaustoffe atmen, regulieren die relative Luftfeuchte, dämpfen den Luftschall, laden sich elektrostatisch nicht auf, schirmen elektromagnetische Strahlung ab.

 

 

 

 

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